Feel Good Therapie

Wann haben Sie sich das letzte Mal ganz bewusst eine Auszeit vom Alltag genommen? Familie und Beruf für einen kurzen Augenblick hinter sich gelassen und den Fokus nur auf sich selbst gelegt? Für ein ausgeglichenes, zufriedenes Leben sind diese Auszeiten enorm wichtig – um neue Kraft zu tanken und stressige Phasen gut überwinden zu können. Wir zeigen Ihnen Wege, wie Sie sich im Alltag immer wieder kleine Oasen der Ruhe schaffen können. Neben autogenem Training und Achtsamkeitstraining bieten wir auch eine Lichttherapie an. Sie ist besonders in der dunklen Jahreszeit eine wahre Wohltat für das Wohlbefinden.

Es gibt Tage, an denen wünschen wir uns einfach aus unserem gewohnten, routinierten Alltagstrott auszubrechen. Doch genau diese Routinen sind wichtiger als viele denken. Denn sie erleichtern uns das Leben, bringen Struktur in unsere Tage und sorgen dafür, dass wir über den Tag verteilt viel Zeit sparen. Zudem bringen Routinen Ruhe in unseren Alltag und können uns dabei helfen, Stress vorzubeugen – solange sie im Rahmen bleiben und nicht unseren Tag bestimmen.

Ganz verhindern können wir Stresssituationen jedoch nicht. Denn auch äußere Einflüsse, die wir selbst nicht steuern können, sind eine häufige Ursache für Stress, beispielweise, wenn wir den Zug auf Grund einer vorangegangenen Verspätung verpassen. Wir können jedoch die Art und Weise verändern, wie wir mit solchen Situationen umgehen und Stress oder belastende Ereignisse verarbeiten – und so unser Leben positiv beeinflussen.

Systemaufstellung in Einzel- und Gruppenarbeit

Ob in der Familie, im Arbeitsumfeld oder im Freundeskreis: Wir alle leben in komplexen Systemen, die uns beeinflussen. In diesen Systemen nehmen wir bewusst und unbewusst Rollen ein, die sich auf unser Handeln und unser Wohlbefinden auswirken. Im besten Fall fühlen wir uns in diesem Gefüge wohl. Doch das ist leider nicht immer so. Manchmal führen die Rollen dazu, dass wir Verhaltens- und Beziehungsmuster entwickeln, die wir als belastend wahrnehmen.

Oft nehmen wir Rollen ein, die gar nicht zu unseren Wünschen und Vorstellungen des Lebens passen. Doch wir haben sie schon während der Kindheit verinnerlicht. Ein Beispiel: Sie lernen jemanden kennen, verlieben sich und schweben auf Wolke sieben. Mit der Zeit hält der Alltag Einzug und damit auch die ersten Reibereien. Ihr Partner geht zwei Mal die Woche zum Sport, verabredet sich einen Abend mit dem besten Freund und am Wochenende geht er gerne mit dem Freundeskreis aus. Sie fühlen sich vernachlässigt und haben Angst, ihren Partner wieder zu verlieren. Sie klammern und sorgen ganz unbewusst durch Ihr vorwurfsvolles Verhalten dafür, dass Ihr Partner sich immer weiter distanziert. Das Resultat: Die Trennung. Der Grund für das Klammern kann beispielsweise darauf zurückzuführen sein, dass sich Ihre Eltern getrennt haben, als Sie noch ein Kind waren. Diese Erlebnisse spiegeln sich nun in Ihrem Verhalten wider.

Diese Rolle von alleine abzulegen, ist jedoch oftmals gar nicht so einfach. Mit dem sogenannten Systemaufstellung, auch als Familienaufstellung bekannt, können wir die Sichtweise auf die Rolle in sozialen Systemen – sei es innerhalb der Familie, des Arbeitsumfelds oder des Freundeskreises – verändern und Verhaltens- und Beziehungsmuster neu bewerten. Das Ziel ist, sich mit sich selbst und seinem Umfeld (System) zu versöhnen.

Komplexe Zusammenhänge verdeutlichen

Die Aufstellung kann sowohl in Gruppen- als auch in Einzelarbeit stattfinden. Bei der Einzelarbeit symbolisieren Figuren die Mitglieder eines Systems – also beispielsweise der Familie. Die Klienten stellen die einzelnen Figuren so auf, wie sie die Konstellation der Angehörigen – Mutter, Vater, Großeltern, Geschwister – wahrnehmen. Diese Aufstellung hilft uns Therapeuten, gewisse Muster innerhalb eines Systems zu erkennen und an zwischenmenschlichen Beziehungen zu arbeiten. Dabei kann es durchaus sein, dass wir Beziehungsmuster und auch Konflikte aufdecken, die vielen Klienten gar nicht bewusst waren. Manchmal löst das sehr intensive Gefühle aus, die wir dann während der Sitzung zusammen einordnen und aufarbeiten. Anhand der Erkenntnisse aus dem Prozess können wir schließlich zusammen neue Bewertungsmuster und Verhaltensweisen ableiten.

Diese Methode wenden wir in einigen Fällen auch im Rahmen einer Gruppentherapie an. Dann nehmen die anderen Teilnehmer die Rolle von Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen ein.

Mit autogenem Training und Achtsamkeitstraining Stress reduzieren

Es gibt Menschen, die scheinen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen zu lassen. Selbst in stressigen Situationen wirken sie gelassen und strahlen Ausgeglichenheit aus. Zwar trägt der Charakter einen Großteil dazu bei, wie schnell wir uns aus der Ruhe bringen lassen. Letztendlich kann aber jeder einen gesunden Umgang mit privaten und beruflichen Belastungen aneignen und so gelassener durch das Leben gehen.

Mit Hilfe verschiedener Entspannungsverfahren wie dem autogenen Training oder dem Achtsamkeitstraining können Sie Ihre Verhaltensweisen bewusst verändern und Ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen. Sie können in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen eine Stütze sein:

  • Bei beruflichem und persönlichem Stress.
  • Im Umgang mit seelischen Beschwerden wie Burnout und Depressionen.
  • Um seelische Beschwerden vorzubeugen.
  • Um sich zu entspannen.
  • Um sich einfach mal selbst eine Auszeit zu gönnen.

Sprechen Sie uns gerne an. In einem Kennlerngespräch können wir herausfinden, welche Entspannungstechnik für Ihr Anliegen am besten geeignet ist und sich optimal in Ihren Alltag integrieren lässt.

Lichttherapie kann bei depressiven Verstimmungen helfen

Viele Menschen sind im Sommer viel aktiver und ausgeglichener als im Winter. Das hängt vor allen Dingen mit dem Sonnenlicht zusammen. Es sorgt dafür, dass unser Körper verstärkt das Glückshormon Serotonin ausschüttet, das sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt. Im Winter bekommen wir jedoch deutlich weniger Sonnenlicht ab, die Serotoninproduktion geht zurück. Dafür bildet der Körper nun vermehrt Melatonin, auch bekannt als Schlafhormon. Dieser Überschuss an Melatonin schlägt vielen auf das Gemüt. Wir fühlen uns matt, niedergeschlagen, müde und antriebslos.

Eine Lichttherapie kann das fehlende Sonnenlicht im Winter ersetzen. Das sehr helle Licht sorgt dafür, dass der Körper vermehrt Serotonin bildet. Zudem regt es die Produktion von Vitamin D an. Dieses kann der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts selbst bilden. Da uns dies in der dunklen Jahreszeit jedoch nur begrenzt zur Verfügung steht, entwickeln viele Menschen einen Mangel an Vitamin D – ein weiterer möglicher Grund für depressive Verstimmungen. Spezielle UVB-Lampen können die Vitamin D-Produktion in der Haut anregen.

Die Lichttherapie eignet sich besonders für leichte bis mittelschwere Winterdepressionen – vereinbaren Sie gerne ein Beratungsgespräch.

Wichtig: Eine Winterdepression klingt im Frühling meist von alleine wieder ab. Bei anderen Depressionsformen kann die stärkere Sonneinstrahlung im Frühling und Sommer zwar die Symptome lindern, heilen lässt sie sich dadurch aber nicht. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihren Hausarzt um Rat zu fragen, wenn Sie merken, dass Sie sich zunehmend antriebslos fühlen, dauerhaft müde sind und sich immer mehr zurückziehen. Eine professionelle Unterstützung kann dann helfen, in ein glücklicheres Leben zurückzufinden.

Emmett-Therapie (Muskelentspannung)

Rückenschmerzen zählen heutzutage zu den Volkskrankheiten Nummer eins. Oft sind die Ursachen dafür harmlos, nur selten stecken grundlegendere Erkrankungen wie beispielsweise ein Bandscheibenvorfall dahinter. Manchmal kommt es jedoch vor, dass Ärzte keinen wirklichen Grund für die Schmerzen finden. Das gilt auch für Bewegungseinschränkungen der Schultern, Oberschenkel und vieles mehr. Was viele von uns nicht wissen: Häufig stecken hinter den Beschwerden verklebte Faszien, die zu Spannungen und Schmerzen führen und so ein allgemeines Unwohlsein hervorrufen. Dieses kann dafür sorgen, dass uns die Beschwerden regelrecht auf die Stimmung schlagen.

Verspannungen lösen, Schmerzen lindern

Faszien sind das Bindegewebe, das unsere Organe im Körper umhüllt. Sie empfangen Reize und leiten diese über das Rückenmark an das Nervensystem weiter. Um dieser Funktion optimal nachgehen zu können, muss das Bindegewebe geschmeidig und elastisch bleiben. Verkleben die Faszien, ist die Reizweiterleitung gestört – es können Verspannungen und Schmerzen auftreten. Halten diese dauerhaft an, führt das bei vielen Betroffenen dazu, dass sie sich ausgelaugt fühlen und nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen möchten.

Mit der Emmett-Therapie – einer Methode zur Muskelentspannung – können verklebte Faszien gelöst und die Schmerzen gelindert werden. Auch zur Muskelentspannung eignet sich diese Methode. Dazu drücken Therapeuten sanft auf bestimmte Emmett-Punkte am Körper und lösen so Reize aus, die an das Gehirn weitergeleitet werden.  Auf diese Weise lassen sich Blockaden beheben und der gesamte Körper kommt nach und nach wieder ins Gleichgewicht. Körperliche und seelische Beschwerden reduzieren sich und die Betroffenen fühlen sich besser und fitter.

Verbesserungen schnell spürbar

Die Methode ist sehr sanft und einfühlsam. Es reicht meist ein leichter Druck auf die betroffene Stelle aus, um die Muskulatur oder die Faszien zu lockern.

Mit der Emmett-Therapie können zahlreiche körperliche und seelische Verbesserungen erreicht werden:

  • Lockerung von Blockaden bei Rücken-, Kopf- und Gelenkschmerzen
  • Verbesserte Beweglichkeit, vor allem im Alter
  • Entspannung verhärteter Muskeln und Faszien
  • Linderung von PMS-Beschwerden
  • Probleme in der Schwangerschaft
  • Aktivierung der Verdauung
  • Verbesserte Körperbalance
  • Entspannung der Seele

Leiden Sie häufig unter Schmerzen oder fühlen Sie sich steif und unbeweglich? Dann könnte die Emmett-Therapie eine Möglichkeit sein, Ihre Beschwerden zu lindern. Melden Sie sich gerne bei uns. Gemeinsam schauen wir, wie wir Ihnen ganz individuell helfen können.

Projekt NPPV – wir nehmen teil!

Welcher Therapeut hilft mir am besten weiter? Wie komme ich am schnellsten an Termine? Wie erfolgt die Zusammenarbeit mit meinem Arzt? Viele Patienten, die auf der Suche nach professioneller psychotherapeutischer Unterstützung sind, kommen bei so vielen Fragen schnell an ihre Grenzen. Die eigene Situation ist oft schon belastend genug, da bleiben wenig Kraft und Mut, sich auch noch darum zu kümmern, die optimale Behandlung und die richtigen Ansprechpartner zu finden.

Um Sie auf diesem Weg bestmöglich zu unterstützen, hat die Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein in Zusammenarbeit mit IVP das Projekt NPPV ins Leben gerufen. Die  „Neurologisch-psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung“ hat zum Ziel, die Behandlung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen in der Region Nordrhein zu verbessern – unter anderem durch einen schnellen Behandlungsstart und eine persönliche Begleitung während der gesamten Therapie.

Wir, das Zentrum für Psyche und Ästhetik Dr. Blum, unterstützen dieses Projekt und gehören zu einer der teilnehmen Praxen. Für Sie bedeutet das konkret, dass…

… wir Ihnen als feste Bezugstherapeuten zur Seite stehen und Ihnen eine bedarfsgerechte und abgestimmte Versorgung ermöglichen.
… wir dafür sorgen, dass Sie einen schnellen Zugang zur ambulanten Versorgung in Akutsituationen bekommen.
… durch eine enge Zusammenarbeit mit beteiligten Ärzten die Qualität der Versorgung gesteigert und diese effizienter wird.
… wir Ihnen ein breites therapeutisches Angebot anbieten.
… wir Sie persönlich während der gesamten Behandlung begleiten – sowohl therapeutisch als auch in organisatorischen Aspekten, etwa Absprachen mit behandelnden Ärzten.

Mehr Informationen zu dem Projekt NPPV finden Sie unter: www.nppv-nordrhein.de

In diesem Video ist das Projekt zudem anschaulich erklärt.

Sprechen Sie uns zudem gerne persönlich auf das Projekt an!

Migränebehandlung

Wer unter Migräne leidet, kennt die Vorboten einer Attacke zumeist sehr gut. Bei einigen Menschen beginnt eine Migräne-Attacke mit einer visuellen Aura, wir sehen Blitze oder Punkte vor unserem inneren Auge. Auch Lichtempfindlichkeit und Übelkeit sind typische Symptome. Darauf folgt dann der Kopfschmerz, der oft mehrere Tage andauern kann – ein sehr belastender Zustand für die Betroffenen, an Arbeit, Freunde treffen oder Familienaktivitäten ist in der Zeit nicht zu denken.

Eine entspannte Seele beugt Migräne vor

Mithilfe von Autogenem- und Achtsamkeitstraining können Sie dafür sorgen, dass sich die Häufigkeit von Migräne-Attacken reduziert. Sie lernen, besser auf sich und Ihren Körper zu achten und bewusst einmal vom Alltag abzuschalten. In einigen Fällen kann auch eine Verhaltenstherapie helfen, wieder zu sich selbst zu finden. Sie lernen dabei, wie Sie Stress in Ihrem Alltag reduzieren können und bekommen Hilfestellungen, wie Sie in anstrengenden Situationen die Ruhe bewahren können. Eine Verhaltenstherapie kann zudem dafür sorgen, dass Sie weniger Medikamente wie Triptane und Schmerzmittel benötigen.

Lebensstil anpassen

Die Ursachen für die Migräne-Attacken sind von Person zu Person sehr unterschiedlich. Einige bekommen die Kopfschmerzen, wenn sie bestimmte Lebensmittel wie Rotwein konsumieren. Andere, wenn sie zu wenig schlafen. Diese sogenannten Trigger sollten Betroffene daher herausfinden und unbedingt meiden.

Generell gilt:

  • Schlafen Sie ausreichend und regelmäßig.
  • Verzichten Sie auf Lebensmittel, die im Verdacht stehen, Attacken auszulösen. Dazu gehören unter anderem Rotwein, Kaffee, Meeresfrüchte, der Süßstoff Aspartam und Zitrusfrüchte.
  • Achten Sie darauf, regelmäßig Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
  • Versuchen Sie, eine gewisse Routine in Ihren Alltag einzubauen.
  • Treiben Sie Sport – am besten bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft. Lange Spaziergänge oder Fahrradtouren reichen oft schon aus.

Reduzieren Sie zudem Stress und Aufregung. Dazu gehört auch positiver Stress, wie die Vorfreude auf bestimmte Ereignisse.

Schmerzen gezielt ausschalten

Auch eine Therapie mit Botulinumtoxin kann die Schmerz-Attacken lindern. Seit 2011 ist der Wirkstoff für die Behandlung der chronischen Kopfschmerzen in Deutschland zugelassen. Die Therapie erfolgt innerhalb eines medizinischen Gesamtkonzepts, meist in Kombination mit weiteren Behandlungsstrategien. Eine Migräne-Attacke kann ihren Ursprung auch in verspannten Muskeln im Nacken, am Kopf sowie im Augen- und Schläfenbereich. Das Botulinumtoxin wird dabei so in die betroffenen Bereiche eingebracht, dass der Botenstoff Acetylcholin nicht mehr freigesetzt werden kann. Der Botenstoff ist dafür zuständig, die Nervenimpulsen zur Muskulatur zu übertragen. Durch das Botulinumtoxin wird diese Funktion gestoppt – die Muskulatur entspannt sich und einer Migräne wird vorgebeugt.

Sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam können wir herausfinden, welche Methoden für Sie am meisten Linderung verschaffen kann.