Psychotherapie

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben Höhen und Tiefen – und jeder geht anders mit Trauer, traumatischen Erlebnissen, Schmerzen und Ängsten um. Ist die seelische Belastung zu hoch, können sich psychische Störungen und Krankheiten entwickeln wie Depressionen, akute Belastungsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, Burnout und Angsterkrankungen.

Mit Unterstützung lernen Sie, Krisen zu überwinden, gestärkt in die Zukunft zu blicken und neue Lebensqualität zu gewinnen.

 


 

Psychotherapie – professionelle Hilfe in schweren Zeiten

In unserem Leben meistern wir viele Herausforderungen. Manchmal sind sie jedoch so groß, dass wir drohen, innerlich daran zu zerbrechen. Einschneidende Erlebnisse wie der Tod eines Angehörigen, ein schweres Trauma oder große Anforderungen und Belastungen im Berufs- oder Privatleben können uns an unsere körperlichen und seelischen Grenzen bringen. In einigen Fällen entwickeln sich dann psychische Störungen oder Krankheiten wie:

  • Depressionen
  • Akute Belastungsstörungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Burnout
  • Chronische Schmerzerkrankungen
  • Somatisierungsstörungen
  • Angsterkrankungen
  • Unzureichende Verlust- und Trauerbewältigung

Jeder Mensch kann in seinem Leben an den Punkt kommen, an dem er es nicht aus eigener Kraft schafft, diese Hürden zu bezwingen. Eine solche Reaktion auf belastendende Ereignisse ist vollkommen menschlich. In einer so schwierigen Lebensphase ist die Therapie eine Stütze  und hilft Ihnen, sie zu überwinden. Dafür werden unterschiedliche Therapieverfahren eingesetzt, immer mit dem Ziel, Ihr Denken, Fühlen und Handeln zum Positiven zu verändern.

Schritt für Schritt ins neue Leben – Ablauf einer Therapie

Für viele Menschen kostet es eine große Überwindung, professionelle Hilfe anzunehmen. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt und haben eine gewisse Skepsis vor dem Unbekannten. Auch die Angst davor, sich den Problemen zu stellen und das Erfahrene noch einmal intensiv durchleben zu müssen, hindert viele daran, sich anderen anzuvertrauen. Diese Angst und Skepsis ist vollkommen normal. Scheuen Sie dennoch nicht, Kontakt aufzunehmen mit der Praxis. Denn das Aufarbeiten des Geschehenen ist ein wichtiger Schritt, damit es Ihnen langfristig besser geht. Unser Team begleitet, berät und unterstützt Sie gerne auf dem Weg zurück in ein glückliches Leben.

  1. Nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf.
  2. Wir vereinbaren dann einen Termin zum Erstgespräch. Zusammen entscheiden wir, ob eine Psychotherapie der für Ihre Bedürfnisse optimale Weg ist und wenn ja, welches Verfahren am besten geeignet ist.
  3. In den darauffolgenden zwei bis vier Gesprächen, den probatorischen Sitzungen, wird eine genaue Diagnose gestellt und Sie legen ein Therapieziel fest, an dem sich unsere Zusammenarbeit orientiert.
  4. Wir beantragen die Therapie bei Ihrer Krankenkasse.
  5. Dann beginnen wir mit der eigentlichen Therapie.

 


 

Die Praxis bietet folgende Therapieformen an

Tiefenpsychologische Therapie

Verhaltenstherapie

Gruppentherapie

Traumatherapie

 


 

Tiefenpsychologische Therapie

Die Tiefenpsychologie basiert auf tiefenpsychologischen Grundannahmen. Der Wortteil „Tiefe“ in Tiefenpsychologie verweist dabei sowohl auf die verborgene Tiefe des Unbewussten (unbewusste oder unverstandene Wünsche, Motive und Konflikte) als auch auf die „Tiefe der Zeit“, also die fortdauernden Einflüsse aus Kindheit und Jugend. Im Rahmen der Tiefenpsychologie  geht man davon aus, dass in der Tiefe liegende, unbewusste psychische Vorgänge eine Wirkung auf die psychische Gesundheit des Menschen im hier und jetzt haben. Unbewusste Konflikte oder verdrängte Erfahrungen sichtbar zu machen, sind aus dieser Sichtweise heraus ein sinnvoller Ansatzpunkt, um psychische Störungen zu behandeln. Die Klärung und Auflösung des Unbewussten trägt somit entscheidend dazu bei, Störungen wieder aufheben zu können uns somit einen Weg aus der Krankheit zu finden, gesunde Stabilität zu erlangen. [Quelle u.A.]

Verhaltenstherapie

In einer Verhaltenstherapie gehen wir davon aus, das wir störungsbedingt falsche Muster im Verhalten gelernt und fixiert haben, die uns nun zum Problem werden. Mit unterschiedlichen Methoden (z.B. Exposition; Konfrontation; operante Verfahren; Kognitive Verhaltenstherpie; Desensibilisierung) soll unser Verhalten verändert werden, womit auch gleichzeitig die Gefühlsebene verändert wird. Der Fokus bei der Therapie liegt auf der gegenwärtigen Situation und Störung. Das führt zur entscheidenden Verbesserung im Wohlbefinden und Erleben des Patienten.

Gruppentherapie

In einer Gruppentherapie werden die Prozesse genutzt , die in einer Einzeltherapie häufig nicht realisierbar sind. Diese Form der Therapie wird häufig mit Einzeltherapiestunden kombiniert.

Beispiele sind:

  • Kommunikations,- und Konfliktlösungsstrategien in einer Referenzgruppe üben
  • Lernen, sich anderen mitzuteilen
  • Von der Rückmeldung anderer profitieren
  • Getragen werden in einer Gruppe (Rückhalt erfahren)
  • Emotionale Unterstützung erhalten durch Gruppenmitglieder
  • Bestimmte Themen gemeinsam trainieren (z.B. Achtsamkeit)
  • Konfrontation im geschützten Raum üben

Traumatherapie – gestärkt aus Krisen hervorgehen

Ein besonderer Bereich der Psychotherapie stellt die Traumatherapie dar. Einige Erlebnisse können Menschen so schwer emotional belasten, dass ein psychisches Trauma entsteht. Betroffene durchleben das Geschehene in Form von Tag- und Albträumen immer wieder. Hinzu kommen häufig Angst, Schlafstörungen und Unruhe. Auch Verhaltensänderungen können mit einem Trauma einhergehen. Eine darauf abgestimmte Therapie hilft dann, die schlimmen Ereignisse aufzuarbeiten. Gemeinsam finden wir zudem Wege, das Erfahrene hinter sich zu lassen und gestärkt die Zukunft zu beschreiten.

Ganz unterschiedliche Ereignisse können ein Trauma auslösen. Besonders häufig betroffen sind:

  • Unfallopfer
  • Sekundär traumatisierte Menschen wie medizinisches Personal und Helfer
  • Patienten nach Aufenthalt auf einer Intensivstation mit Beatmung
  • Angehörige nach Todesfällen, zum Beispiel nach Suizid
  • Opfer von sexualisierter oder häuslicher Gewalt
  • Menschen, die in der Kindheit vernachlässigt oder missbraucht wurden

EMDR-Therapie

Eine hoch effektive Psychotherapiemethode bei Traumata stellt die EMDR-Therapie dar. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was übersetzt so viel bedeutet wie Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung – auch als bilaterale Stimulation bekannt. Diese von dem Therapeuten bewusst hervorgerufenen Augenbewegungen sind das zentrale Element der Therapie. Der Patient folgt dabei den gleichmäßigen Handbewegungen des Therapeuten abwechselnd von links nach rechts. Die Art der Augenbewegungen gleicht denen, die wir in der Phase des Schlafes vollziehen, in der wir das Erlebte des Tages verarbeiten. Einige Therapeuten versetzen ihre Patienten auch durch das Berühren des Handrückens oder mit Hilfe getakteter Töne in diesen Zustand.

Blockaden überwinden und Erinnerungen verarbeiten

Während dieser aktiven Therapiephase bitten wir den Patienten, sich die belastenden Traumaerinnerungen bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Dabei sind Sie nie allein, wir treten diese Reise zusammen an und unterstützen Sie auf dem Weg. Laut aktueller wissenschaftlicher Kenntnisse wird durch die Bewegungen ein Informationsverarbeitungsprozess in Gang gesetzt. Dieser sorgt dafür, dass die Betroffenen Blockaden überwinden können und ihnen so ermöglicht wird, belastende Erinnerungen aktiv zu verarbeiten. Wir sprechen über das Erlebte und sorgen so dafür, dass Traumata behutsam aufgebarbeitet werden können. In mehreren Sitzungen nähern wir uns so langsam dem Ziel der Therapie: Dass die Betroffenen die Erinnerungen nicht mehr als belastend erleben und sie negative Gedanken in positive umwandeln.

EMDR eignet sich jedoch nicht nur, um traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten, sondern kann auch bei weiteren Störungsbildern wirksame Erfolge erzielen, etwa bei:

  • Verlusterlebnissen
  • Anpassungsstörungen
  • akuten Belastungsreaktionen
  • Depressionen
  • Angststörungen